Das Betriebsgeheimnis der Natur und andere Missverständnisse

Einige gängige Narrative schildern die Natur und unser Verhältnis zu ihr wie folgt:

Die Natur sei wild, grausam, ökonomisch, aber auch verschwenderisch, die Quelle allen Lebens, voller Gesetze, die vor allem Forschende verstehen, und mit Geld nicht zu bezahlen, aber trotzdem von Privatpersonen oder Nationen in Besitz zu nehmen.

Der Natur etwas abzuringen, sei eine Leistung von Pionier*innen und Landwirt*innen, auch Gärtner*innen. So müsse beispielsweise die Ernährung der Menschheit der Natur mit Tricks wie gentechnischer Veränderung abgetrotzt werden. Ah ja?

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Naturschauspiel – das Offene Garten-Atelier

Die Fortsetzung von „Bei Licht besehen“ findet in meinem Garten statt. Naturschauspiel heißt die Ausstellung unter freiem Himmel. Sie macht „die Natur“ nicht nur zum Gegenstand, sondern auch zum Spielort meiner Kunst. Moment – die Natur? Was soll das sein?

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Eindrücke: Was bei Licht zu besehen ist

Die Ausstellung ist eröffnet, und meine Performance fand guten Anklang – in dem Sinne, dass sie mit Humor und Wohlwollen aufgenommen wurde. Erklärungen erwecken immer den Eindruck, als sei ein Zusammenhang der Erklärung bedürftig und als sei er evtl. ausschließlich, in jedem Fall aber besser mit Erklärung als ohne zu verstehen. Ich habe versucht, so viel Anregung, mögliches Wiedererkennen und Potential für Fragen an sich selbst einzubauen wie nur irgend möglich – in die Performance, in die einzelnen Elemente der Ausstellung und ihre gesamten Aufbau.

Das ist mir ganz schön schwer gefallen – groß ist die Versuchung, mit Kunst etwas Bestimmtes zu zeigen oder gar zu bewirken. Aber ich möchte nur die Kunst zeigen, und das werde ich in den Nächsten Wochen hier tun, nach jedem Öffnungswochenende kommt wieder ein bisschen dazu: Die Druckgrafik, die Hörstationen, die Installationen. Dieses Präsentieren nach und nach bildet dann auch ab, welche Eindrücke und welche Ideen für die weitere Arbeit ich in Gesprächen mit Besucher:innen oder durch die Einträge im Gästebuch gewinne. Erster, wichtiger Eindruck: Kunst braucht Augenzwinkern!