Das Betriebsgeheimnis der Natur und andere Missverständnisse

Einige gängige Narrative schildern die Natur und unser Verhältnis zu ihr wie folgt:

Die Natur sei wild, grausam, ökonomisch, aber auch verschwenderisch, die Quelle allen Lebens, voller Gesetze, die vor allem Forschende verstehen, und mit Geld nicht zu bezahlen, aber trotzdem von Privatpersonen oder Nationen in Besitz zu nehmen.

Der Natur etwas abzuringen, sei eine Leistung von Pionier*innen und Landwirt*innen, auch Gärtner*innen. So müsse beispielsweise die Ernährung der Menschheit der Natur mit Tricks wie gentechnischer Veränderung abgetrotzt werden. Ah ja?

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Naturschauspiel – das Offene Garten-Atelier

Die Fortsetzung von „Bei Licht besehen“ findet in meinem Garten statt. Naturschauspiel heißt die Ausstellung unter freiem Himmel. Sie macht „die Natur“ nicht nur zum Gegenstand, sondern auch zum Spielort meiner Kunst. Moment – die Natur? Was soll das sein?

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Puzzleteile

„Puzzled“ sein heißt verwirrt, verblüfft, ratlos oder verwundert sein (laut Linguee). Setzt man die Teile zusammen, sieht man irgendwann das ganze Motiv und versteht. Aus der anfänglichen Herausforderung entwickelt sich der Spaß der kleinen Erfolge und schließlich der Vollendung. So ungefähr funktioniert auch Kommunikation über Dinge, die wir nicht kennen, also auch über Kunstwerke. „Digitales“ und „Analoges“ sind Puzzleteile dieser Verständigung über sprachlich nicht restlos Fassbares. Was ich mir da an welcher Stelle wünschen würde? Natürlich immer das Passende …

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Analog? Dafür!

Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, Kunstwerke vor Ort zu besuchen. Der wichtigste Grund ist die Kontaktaufnahme mit einem Werk, also einem Gegenstand. Das geht doch gar nicht? Stimmt, wir nehmen in erster Linie Kontakt mit uns selbst auf, eventuell auch mit anderen Menschen, und das geschieht über das Medium des Werkes. Was sind günstige Umstände dafür?

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