Das Betriebsgeheimnis der Natur und andere Missverständnisse

Einige gängige Narrative schildern die Natur und unser Verhältnis zu ihr wie folgt:

Die Natur sei wild, grausam, ökonomisch, aber auch verschwenderisch, die Quelle allen Lebens, voller Gesetze, die vor allem Forschende verstehen, und mit Geld nicht zu bezahlen, aber trotzdem von Privatpersonen oder Nationen in Besitz zu nehmen.

Der Natur etwas abzuringen, sei eine Leistung von Pionier*innen und Landwirt*innen, auch Gärtner*innen. So müsse beispielsweise die Ernährung der Menschheit der Natur mit Tricks wie gentechnischer Veränderung abgetrotzt werden. Ah ja?

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Naturschauspiel – das Offene Garten-Atelier

Die Fortsetzung von „Bei Licht besehen“ findet in meinem Garten statt. Naturschauspiel heißt die Ausstellung unter freiem Himmel. Sie macht „die Natur“ nicht nur zum Gegenstand, sondern auch zum Spielort meiner Kunst. Moment – die Natur? Was soll das sein?

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Analog? Dafür!

Es gibt einige Gründe, die dafür sprechen, Kunstwerke vor Ort zu besuchen. Der wichtigste Grund ist die Kontaktaufnahme mit einem Werk, also einem Gegenstand. Das geht doch gar nicht? Stimmt, wir nehmen in erster Linie Kontakt mit uns selbst auf, eventuell auch mit anderen Menschen, und das geschieht über das Medium des Werkes. Was sind günstige Umstände dafür?

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serious business

Documenta! Das ist wahrlich ein ernsthaftes Geschäft, und während sich unser Auto die Kasseler Berge hinaufquälte, dachte ich darüber nach, was ich mir von der Documenta erwarte. Vor einiger Zeit nannte ich das Herstellen von Kunst eine Methode der Welterkenntnis, und ähnlich sehe ich die Rezeption von Kunst. Ich wollte also klüger die Berge wieder hinunter fahren, im besten Falle auch erhoben und beglückt. Ob das wohl gut ging? Weiterlesen

Wegmarken-Blog

Was mir zur Kunst im Allgemeinen und Besonderen einfällt, schreibe ich in den Wegmarken-Blog. In letzter Zeit haben sich durch meinen neuen Arbeitsplatz im Landesmuseum Mainz interessante Einblicke ergeben. Gleichzeitig sind die Wegmarken etwas eingeschlafen, denn ich musste Prioritäten setzen.

Deshalb habe ich beschlossen, künftig jeden neuen Artikel nur als Titel auf diese Seite zu setzen und zu verlinken, damit man ihn nicht nur über die Wegmarke findet. Bei der Gelegenheit habe ich mich dann auch wieder daran erinnert, dass ich diese „Home“-Seite hier im Blog-Format betreibe und daher keinen zweiten Blog einrichten kann … Puh, das Leben im Netz ist nicht ganz unkompliziert. Aber interessant.