Salzburg im Sonnenschein

Im Rentnermodus haben wir den letzten Urlaub verbracht: Mit dem durchgehenden Zug nach Salzburg, dort in der Altstadt ins Hotel und nach fünf Übernachtungen wieder retour. Nach einem ersten Tag mit authentischem Schnürlregen folgten herrlich sonnige Herbsttage. Ich hätte es vorher nicht gedacht, aber: Salzburg hat jede Menge Kunst zu bieten, auch zeitgenössische. Vor allem begeistert hat uns „Thick time“ von William Kentridge, eine Ausstellung in beiden Häusern des Museums der Moderne, oben auf dem Mönchsberg und im Rupertinum unten in der Stadt. Ah ja, und was macht der so? Weiterlesen

serious business

Documenta! Das ist wahrlich ein ernsthaftes Geschäft, und während sich unser Auto die Kasseler Berge hinaufquälte, dachte ich darüber nach, was ich mir von der Documenta erwarte. Vor einiger Zeit nannte ich das Herstellen von Kunst eine Methode der Welterkenntnis, und ähnlich sehe ich die Rezeption von Kunst. Ich wollte also klüger die Berge wieder hinunter fahren, im besten Falle auch erhoben und beglückt. Ob das wohl gut ging? Weiterlesen

Schon vorbei!

Warum gehen eigentlich die schönen Tage immer am schnellsten vorbei?

So ein verregneter Sonntag hat auch etwas für sich: Alle kommen gern ins Warme und haben Zeit, mit Birgit, Fabienne und mir über Kunst zu reden. Und das gab es zu sehen:

Verwandlung: Originaltext und Paraphrase, Hörbuch, Papierobjekt

Verwandlung: Originaltext und Paraphrase, Hörbuch, Papierobjekt

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Metamorphosen – das Offene Atelier 2017

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Nachdem das Wetter im letzten Jahr zum Offenen Atelier so herrlich war, bin ich so mutig gewesen, eine Kollegin einzuladen, die gerne landart macht. Ob es so weit kommt, dass wir den Garten bespielen, wird sich zeigen – sechs Grad und Graupelschauer arbeiten wir ja gerade ab, da kann es am ersten Mai-Wochenende wieder schön sein.

In jedem Fall ist Fabienne Teyssier-Monnot mit ungewöhnlichen Objekten zu Gast. Sie lebt in der Nähe von Paris, arbeitet im wunderschönen Musée Guimet als Museumspädagogin und außerdem als freie Künstlerin. Die Bildhauerei ist ihr Metier; sie arbeitet in Stein und Holz, aber auch mit Material wie Schaffell, Kunststoff, Stoff und Leder. Birgit, Martin und ich haben sie im Atelier besucht, Martin natürlich mit der Kamera. Das Ergebnis ist hier zu sehen.

Ebenso wie von Birgit Baldauf, die bereits 2016 mit Texten, kleinen Lesungen und Audiofiles ihre Sicht auf unser Thema entfaltete. Hier stellt sie ihre Sicht auf die Metamorphosen in und durch Texte vor.

Diesmal wird sie sich mit der „Verwandlung“ von Kafka befassen, und ich werde das aufnehmen und weiter verarbeiten.

Der Titel „Metamorphosen“ entstand gleichzeitig bei Birgit und Fabienne. Das passt wunderbar zu Maria Sibylla Merian, über die ich gerade eine sehr schöne Biografie gelesen habe. Was für eine ungewöhnliche Frau. Heute, beim Wühlen im Garten, sind mir nicht weniger als vier unterschiedliche Raupen in die Finger gefallen! Die sehe ich jetzt mit anderen Augen und habe mich sofort gefragt, welcher Wirtspflanze ich sie jetzt wohl entrissen habe. Die Merian wird mein Thema sein, und ich werde vornehmlich Objekte aus Papier herstellen.

Tradtionsgemäß gibt es eine Verlosung von je einem unserer Werke zugunsten der Fundacion Delfino.

Und jetzt mal wieder und immer weiter: Teller leer essen.

 

Jahresrückblick

Puh – was für ein Jahr. Ja, welches denn? Ich meine dieses zurückliegende Jahr, das im Februar 2015 begann. Zumindest fühlt es sich so an, als ob ich mein erstes Jahr am Landesmuseum Mainz gerade hinter mir hätte, und nicht schon das zweite. Ich habe wahrscheinlich alle Fehler gemacht, die man als Berufsanfängerin so machen kann und bin dieser Phase auch sicher noch nicht entronnen. Nur hat die Waage sich jetzt von Stress zu Spaß geneigt. Was das in einem Blog über Kunst zu suchen hat? Weiterlesen