Ausstellungen

Ich habe mich lange gesträubt.

Aber jetzt habe ich mich entschlossen, an das untere Ende dieser Seite eine Liste der wichtigsten Ausstellungen der vergangenen Jahre zu setzen. Genaueres zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter „Home“.

Ich stehe immer noch dazu:

Kunst herzustellen, macht großen Spaß. Um es ganz kurz zu machen: es entsteht Flow.

Kunst auszustellen, ist etwas ganz Anderes. Während ich beim Machen an mich und meine Idee denke, denke ich beim Ausstellen an die Besucher. Ich wechsele die Perspektive und frage mich: Was würde ich denn hier sehen wollen, was würde mich packen und inspirieren? Und an dieser Stelle wird klar, dass eine Ausstellung mehr sein sollte als eine Ansammlung von Werken. In den Museen und Kunstvereinen wird kuratiert, an den anderen Orten übernimmt das der Künstler selbst. Das bedeutet nicht, dass zu jedem Werk ein erläuternder Text entsteht, sondern dass man die Ausstellung so einrichtet, dass sie schlüssig die Idee repräsentiert, dem Besucher aber auch Freiraum lässt, Fragen aufwirft, die ihm nicht kryptisch, sondern anregend erscheinen. Du liebes Bisschen! Und ich dachte, ich hänge da einfach ein paar Bilder auf.

Langjährige Praxis als Besucher von Ausstellungen ist auch hilfreich, wenn man über die Vernissage nachdenkt, diese wichtige Veranstaltung, die im besten Falle die Mundpropaganda in Gang setzt. Möchten Sie da hören, wann und wo der Künstler lebte, ausgebildet wurde, ausstellte, Preise errang? Möchten Sie hören, warum dieses Bild links vorne hängt? Sie ahnen es, ich möchte das nicht. Ich erwarte, mit der Kunst vertraut gemacht zu werden, und so halte ich es mit meinen Vernissagen. Nach einer Vernissage stiefele ich ohne Vorbehalt los und gucke und frage. Wen frage ich denn als Besucher, wenn der Künstler nicht da ist? Mich selbst.

Ich hatte das große Glück, zwei Ausstellungen in diesem Sinne planen und ausführen zu können, 2010 und 2012 im Heimatmuseum Bischofsheim. „Ich bin die Reise“  und „O selig, ein Kind noch zu sein“ lebten insbesondere auch von dem schönen Raum mit seiner Atmosphäre – es muss nicht immer ein White Cube sein. „Ich bin die Reise“ begann mit einer musikalisch untermalten Diashow, „O selig“ wurde mit einem Film eröffnet, den Martin Bieder gedreht hat. „Naturverbunden“ eröffnete ich mit einer Performance, klein, aber gehässig.

Seit 2010 öffne ich am ersten Wochenende im Mai mein Atelier in Undenheim. Zuletzt im Mai diesen Jahres, kuratierte ich mit meinen wunderbaren Kolleginenn Fabienne Teyssier-Monnot und Birgit Baldauf unsere leicht abgründige Schau zu „Metamorphosen“. Das ist einfach die schönste Arbeit, die ich mir vorstellen kann.

Vereinbaren Sie gerne eine Termin mit mir per Mail, wenn Sie mich besuchen möchten.

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