Misbehaviour

Ein Projekt mit 30 Künstlern und Künstlergruppen in England – und ich bin dabei. Im Oktober ist die CMR Gallery in Redruth/GB die Spielwiese. Platz und Freiheit zum Arbeiten, das muss ich nutzen, und daher wird es eine Installation geben: “Don’t – talk to me”, die dem Betrachter Einblick ins Erleben eines Asperger Autisten gewährt. Spannend: es soll alles in einen Koffer passen! Ich halte Sie auf dem Laufenden.

Aufbruch

Seit heute ist im InStall, dem Ausstellungsraum des Puppenmuseums in Bad Kreuznach, eine Kleingruppenausstellung der Künstlergruppe Nahe zu sehen. “Aufbruch” heißt das Thema, was für mich sofort “Aufbruch ins Erwachsenwerden” wurde. Mit Hilfe von Katharina Keil, die ein wunderbar melancholisches Gedicht “Maskenball” zu meinem Projekt verfasste, ist daraus die Gegenüberstellung der glatten Fassade auf facebook mit dem aufgewühlten Inneren geworden.

So sieht mein Beitrag aus:

Viele nette bunte Posts auf facebook - dazwischen Post-it-Zettel mit Katharinas Gedanken zum "Maskenball"

Viele nette bunte Posts auf facebook – dazwischen Post-it-Zettel mit Katharinas Gedanken zum “Maskenball”

Blick ins Nähkästchen, aus dem Katharina plaudert

Blick ins Nähkästchen, aus dem Katharina plaudert

Und hier ist Katharinas Gedicht:

Maskenball

 

 

 

 

Kreislauf – Das Offene Atelier 2014

Die besten Dinge gehen immer am schnellsten vorbei. Zwei Tage voller Besucher und Gespräche liegen nun schon eine Woche hinter uns. Schön war’s! Wir haben schon beschlossen, dass wir 2015 in gleicher Weise zusammen arbeiten und ausstellen, nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

Und so sah das aus:

Gestern konnte ich noch weg - heute bin ich schon Kunst. Die vier Jahreszeiten auf Mülltüten.

Gestern konnte ich noch weg – heute bin ich schon Kunst. Die vier Jahreszeiten auf Mülltüten.

Johannas Lampen-Lounge

Johannas Lampen-Lounge

Tinas Taschen wie immer der erste Blickfang

Tinas Taschen wie immer der erste Blickfang

Wir drei haben auf Hochtouren gearbeitet. Wollen Sie uns zusehen? Martin Bieder hat uns filmisch begleitet und dreht ein “Making of Kreislauf”. Mittlerweile gibt es vier Teile: den ersten Appetithappen Johanna in action mich und die Tina.

Unsere Einladungskarte wurde wieder von Tina Löwenstern gestaltet, und sie hat aus unserer Idee einer “Parkscheibe” das Beste gemacht. Die Karten haben ihre kleine Odyssee beendet, sind als Fragmente, nachfrankierte Wertstücke oder einfach so angekommen.

Einladung 3./4. Mai 2014

Einladung 3./4. Mai 2014

 

Warten

Das war wieder ein Fall für die Kooperationen: Der Rahmen von meinem zauberhaften Kollegen Matthias, der Arbeitslehre/Technik unterrichtet, die zarte Stange von Wilfried Jost aus Köngernheim, die Idee für die Aufhängung von Karin Waldmann und das alles innerhalb von fünf Tagen. Die Idee für das Motiv trage ich schon eine Weile mit mir herum; die Fotos entstanden während unseres Berlin-Urlaubs im Oktober und sind von Martin Bieder. Die Ausführung auf durchsichtigem Stoff erschien nach dem Besuch einer Kirche in Jena vor meinem geistigen Auge, in der Bilder von Markus Döhne zu sehen waren. Das Leben ist schön!

Einer dieser Momente

Einer dieser Momente

Nachlese

Gästebucheinträge zu "Naturverbunden" - da hüpft das Künstlerherz

Gästebucheinträge zu “Naturverbunden” – da hüpft das Künstlerherz

Nachdem ich bei Nicole Zepter gelernt habe, dass der Satz “I like your work” die beste Möglichkeit ist, ein Gespräch zu beenden, freundete ich mich mich mit dem Satz doch ganz schnell wieder an, als ich diese Seite in meinem Gästebuch sah. Denn neben Freunden, die mit mir neugierig über meine Kunst sprechen, hatten sich auch Kinder eingetragen.

Das moderne Kind kann man nicht mehr zwingen, Nettigkeiten irgendwohin zu schreiben (oder der Tante das Händchen zu geben), also gehe ich davon aus, dass die Kinder ihre Meinung geäußert haben. Und sie fanden meine Ausstellung hübsch, schön und interessant, sie gefiel ihnen!

Ein inhaltliches Konzept ist für mich mittlerweile wichtig, grafische Fragestellungen verbinde ich mit Ideen. So auch hier, bei “Naturverbunden”. Ich wollte schon seit einiger Zeit direkt in schwarzweiße Fotos quietschbunt hinein drucken. Und dann kam mir die Idee mit der Natur im Alltag, entzündet von einem Eindruck, den ich auf einer Winterwanderung mit Heike Tharun mitnahm:

Blühendes Plastik an verlassem Haus in Februarlandschaft - ein interessanter Geschmack

Blühendes Plastik an verlassem Haus in Februarlandschaft – ein interessanter Geschmack

Ich begann, die unerwarteten Begegnungen zu sammeln. Das müssen die Kinder nicht wissen. Aber sie haben bemerkt, dass es da Hübsches gibt. Möglicherweise hat die comicartige Optik, die durch das Arbeiten mit einer bunten Vollform und einem dunklen Umriss entsteht, sie angesprochen.

Ist die Katze kurzsichtig? Und Pelzhändler? Oder warum sitzt sie im Schaufenster eines Brillengeschäftes und besteht aus Kaninchenfell?

Ist die Katze kurzsichtig? Und Pelzhändler? Oder warum sitzt sie im Schaufenster eines Brillengeschäftes und besteht aus Kaninchenfell?

In jedem Fall haben sie keine Hemmungen, das Hübsche einfach so hinzunehmen. Vielleicht haben sie auch gelacht, z.B. über den ollen Fernseher im Garten. Würde mich freuen.

Hören Sie die Volksmusik?

Hören Sie die Volksmusik?

 

Vernissage

Gestern um 11 Uhr war es so weit: viele liebe Freunde, aber auch neuere Bekannte waren in die Fasanerie gekommen, um den Start meiner Ausstellung mitzuerleben. Herzlichen Dank an alle Besucher für das Wohlwollen und die  interessanten Gespräche.

Schade, schade, dass ich nicht in die Gesichter schauen konnte, als ich die Blumen köpfte. Ja, ist sie denn jetzt völlig verrückt geworden? Hier ist die Eröffnungs-Performance zu sehen. Weiterlesen

Naturverbunden

Worum geht es?

Ja, wir Menschen lieben die Natur und sind ihr verbunden, weil sie unseren Alltag erheitert und belebt. Das treibt gelegentlich merkwürdige Blüten. Wir lieben die Natur so sehr, dass wir sie nachahmen, karikieren, zum Versatzstück erklären – als Plastikpflanze, Tier-Figur oder -Präparat. Hier geht es nicht um Mimikri, sondern um Schmuck, Symbolhaftes, Niedliches, um das irgendwie Tröstliche der Verbindung mit der Natur in unserer Alltagsumgebung.
Ich habe sie gesammelt, die Repräsentanten der Natur, und in großformatigen, mit lebhaften Farben überdruckten Schwarzweiß-Fotos herausgearbeitet, wie überraschend uns ihre Farben und Formen begegnen.

Mitten in Münster, mitten auf dem Tisch

Mitten in Münster, mitten auf dem Tisch

Und bei mir auf dem Schwarzweißfoto

Und bei mir auf dem Schwarzweißfoto

Und auf der Leinwand - ist er jetzt Kunst, der Hirsch?

Und auf der Leinwand – ist er jetzt Kunst, der Hirsch?